Menschenrechte, Pflicht der Politik!

27. September 2010

Leserbrief in der Hamburger Morgenpost

Filed under: Verschiedenes — Heinrich Hanke @ 23:34
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Am 16. Sep. 2010 war ein Leserbrief von mir in der Hamburger Morgenpost auf Seite 23:

Europarat will Mama/Papa verbieten


Gaga-Empfehlungen von der EU sind wir schon lange gewohnt. Von Bananen über Gurken bis zum Hektarertrag im Weinbau. Unnötiges dieser Art vom Europarat war zu erwarten, weil solche Organisationen Posten zur Versorgung minderqualifizierter Mitläufer von Parteien bieten.


Heinrich Hanke

Es ist üblich, dass Leserbriefe gekürzt wiedergegeben werden. Ich freue mich, dass mein Leserbrief gelesen und berücksichtigt wurde. Der Vollständigkeit halber möchte ich aber in meinem Blog den gesamten Leserbrief wiedergeben:

EU will Mama und Papa verbieten – Hamburger Morgenpost Fr. 3. Sep. 2010 von Stefanie Monien

Sehr geehrte Frau Monien,

Germanistin Stump, in Bern im Ministerrang, empfahl „nicht-sexistische“ Sprache in Behörden. Der Europarat will Sexismus bekämpfen. Welche Informationen soll man, also jemand, haben?

Im Gegensatz zum simplen Verlautbarungsjournalismus eines Blattes haben sie sich sehr bemüht.

Mit der EU der 27 hat der Europarat (ER) kaum zu tun. The Concil of Europe: http://www.coe.int – besteht aus den 27 der EU und 20 weiteren Staaten schon viel länger, als die alte EWG.

Im ER ist die Schweiz seit 6. Mai 1963, Deutschland seit 13. Juli 1950, die Türkei schon seit 9. August 1949 Mitglied.

Gaga-Empfehlungen von der EU sind wir schon lange gewöhnt von Bananen, Gurken und Hektarertrag im Weinbau. Unnötiges dieser Art vom ER war überfällig, weil solche Organisationen Posten zur Überversorgung minderqualifizierter Mitläufer von Parteien bieten.

Das Diskriminierungsverbot nach Artikel 14 EMRK (Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte) wurde hier zur Unzeit schändlich missbraucht für eine lächerliche Selbstdarstellung. Gegenwärtig verletzt Frankreich das Verbot der Kollektivausweisung ausländischer Personen nach Artikel 4 im Protokoll Nr. 4 zur Konvention zum Schutze der Menschenrechte, aber Doris Stump bleibt stumm.
Beim Frühjahrstreffen des Europarates in Kiev vor 2 Jahren verlangte Kanzlerin Merkel die Wahrung der Menschenrechte von allen Mitgliedsländern des ER. Bei Verletzungen muss eingeschritten werden. Hat Frau Merkel Herrn Sarkozy wegen „Gruppenreisen nach Rumänien“ eine Reise nach Den Haag zum internationalen Strafgerichtshof angeboten? Auch Doris Stump bleibt hierzu stumm!

Wenn man über die Benachteiligung von Frauen spricht, sollte man aber nicht übersehen, dass mitten in unserer Gesellschaft Frauen als Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Sie werden für die gleiche Arbeit niedriger entlohnt und es wird ihnen nicht ermöglicht Kindererziehung und Beruf zu verbinden. Schwangeren wird die Arbeitslosenhilfe gestrichen.
Noch viel schlimmer ist, dass auch Frauen in Europa der Zugang zu Bildung verwehrt wird und sie vergewaltigt oder zwangsverheiratet werden. Das ist die Genderdebatte, die wir führen sollten. Erst wenn alle diese Missstände behoben sind und die Gleichberechtigung vollständig in Europa durchgesetzt ist, können wir uns um solche nachrangige Probleme, wie die Verhunzung von geschlechtsspezifischen Worten, Gedanken machen.

Weitere Verletzungen der Menschenrechte finden sie in meinem Blog:
https://menschenrecht.wordpress.com

Mit freundlichen Grüßen
Heinrich Hanke

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